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Published on May 30, 2013, by

Mein großes Abenteuer ist nun erst einmal vorbei. Ich sitze zu Hause und hinter meinem Fenster sehe ich grüne Bäume und Gras. Das fühlt sich noch nicht ganz richtig an. “Glück ist nur eine Frage der Einstellung” hat ein weiser Mann einmal gesagt. Ein anderer aber wusste: “Zwischen Wissen und Fühlen entscheidet immer das Fühlen”. Nichts ist so hart, wie seine Gefühle zu ändern. Es fühlt sich nocht nicht richtig an. Noch nicht.

Aber ich habe auch schon ein paar Goldstücke gefunden: Ein paar meiner neuen Freunde werde ich Silvester in Amsterdam wieder sehen (whuup whuup!) Und so hart der Abschied auch war, nun kenne ich sie alle. Und die Welt ist ein kleiner Ort. Bis dahin schließe ich mein Studium ab, werde ein berühmter Rockstar, verkaufe Zuckerwatte, eröffne mein Café und grade ein paar schöne Filme. Soweit zu meinen Plänen.

Oh hab ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich eine Deutschklasse im Gymnasium in Akureyri besucht habe? Oder von unseren dienstäglichen Pizza Abenden? Oder die Geschichte wie ich auf einmal in der Mitte von nem Fluss stand? Oder wie das Essen mit unserem Professor war? Oder von den isländischen Umweltproblemen? Nein? Ich erzähl sie euch, wenn wir uns sehen. Vielleicht. Ein Mann muss ja auch Geheimnisse haben.

Der letzte Absatz nun ist für euch. Ich danke euch fürs Lesen all dieser Zeilen, die ich in fünf Monaten geschrieben habe. Ich hoffe ihr hattet wenigstens ein bisschen den Spaß beim Lesen, den ich beim Schreiben hatte. Vielen Dank für eure Kritik und Treue. Und weil ihr es nicht sein lassen kontet und meinen Schreibstil loben musstet, denke ich, ich werde weiter machen. Das habt ihr jetzt davon :P Keine Ahnung wo. Keine Ahnung was. Aber ich lass es euch wissen. Bis dahin wünsch ich euch alles Gute, viel Glück, Mut und viele Abenteuer. Takk takk, Sjáumst og bless bless.

euer Jakob.

P.s.: Schaut nochmal nach rechts, dort gibt’s nun tatsächlich Unnützes Wissen und unter MUSIK ein paar Updates und neue Tipps ;)

And now?

My great adventure ended now. I’m at home and the view from my window shows green trees and gras. It doesn’t feel right yet. “Luck is just a state of mind” a wise man said once. But another one knows “Between knowing and feeling, feeling is always the deciding part.” And nothing is as hard as to change ons feelings. It doesn’t feel right yet. yet.

But I already found some golden coins. I will meet at least some of my new friends in Amsterdam at New Years Eve (whuup whuup!). And as hard as the good bye was, the good thing is: Now we know each other. And the world is a smal place. Meanwhile I’ll finish my studies, become a famous rockstar, sell some cotton candy, open my café and grade some nice movies. So far to my plans.

Oh by the way did I tell you the story how I visited a German class in the school in Akureyri? Or the one from our weekly Pizza nights? Or how I was suddenly standing in the middle of a river? or how the dinner with our professor was? or from the icelandic enviromental issues? No? I’ll tell you when we meet. Maybe. A man need some secrets.

The last paragraph is for you. Thank you for reading all these lines I wrote in five months. I hope you liked reading them at least a bit as I liked writing them. Thanks for your feedback and faithfulness. And because you had to make compliments to my writing I think I will continue. So that’s your fault now :P I don’t know where. I don’t know what. But I’ll let you know. Til then I wish you just the best, a lot of luck, bravery and adventures. Takk takk, sjáumst og bless bless.

Your Jakob

Ps.: Check out the useless knowledge on the right. At MUSIK there are also some new tips.

 
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Published on May 29, 2013, by

“Sei nicht traurig” sagt er. Ari hat mich zum Flughafen gebracht und nun stehen wir in der Abflughalle. “Du wirst Dienstag wieder hier sein, also ist das hier kein Abschied.” Ich bin auf dem Weg nach Reykjavik, wo ich meine Eltern treffen werde. Wir haben ein Wohnmobil und werden eine Rundfahrt um Island machen. An einem Tag machen wir Station in Akureyri. Danach geht’s zurück nach Deutschland. Und auch wenn ich Dienstag noch einmal hier sein werde, ist es doch nicht das Selbe. Die nächste Woche ist mehr wie ein Bonus, eine Art Abschiedsreise. Auch wenn ich Ari jetzt nicht auf Wiedersehen sagen muss, ist es doch das Ende meiner Zeit hier als Austauschstudent.  Das Flugzeug fliegt über große Berge, Flüsse und Wolken und ich denke Nichts, außer: ‘Das ist so schön.’

In Reykjavik treffe ich mich mit Rich und wir verbringen noch eine Nacht im KEX, inklusive bestem Frühstück. Am Abend treffen wir uns mit Hjördís, die uns einen kleinen warmen Pool an der Küste von Reykjavik zeigt. Danach fahren wir nach Hafnarfjörður, einer Stadt gleich neben Reykjavik, wo wir Andrew und seine Oma besuchen. Wir bekommen heiße Schokolade und Hjördís hat Brote mit Schokolade und Bananen gemacht. Alles ist wirklich perfekt und ich mag sie alle so sehr. Aber dennoch sage ich nicht viel. Ich sitze nur da und freue mich die Drei um mich zu haben. Andrew erzählt von seiner letzten Prüfung, bevor er Flugzeugmechaniker wird. Und ich höre zu.

Den nächsten Tag treffe ich meine Eltern vor der Hallgrímskirkja. Es ist schon ein bisschen merkwürdig, nach fünf Monaten aber auch schön, sie zu sehen. Wir kaufen ein bisschen Zeug im Bónus und machen uns auf den Weg. Der Golden Circle steht noch für heute auf dem Plan. Unsere erste Nacht verbringen wir am Gullfoss. Das Wohnmobil hat echt alles was man braucht: Betten, Sitzecke, ne Küche und soagr n Bad mit Dusche. Für die nächste Woche wird die Ringstraße Nummer 1 unser zu Hause sein. Wir besuchen eine Menge Orte, an denen ich schon war und ein paar bezaubernde Neue. Wir baden in einem heißen Fluss mitten in der Wildnis. Mein Bruder und ich klettern zu einem versteckten Wasserfall. Wir beobachten Seerobben in einer Gletschereisbucht. Wir sehen die Ostfjorde im goldenen Sonnenlicht. Meine Mutti versinkt im gelbem Schlamm. Wir sehen Zwergwahle unterm Regenbogen und Rentiere. Wir laufen zu einem Hexenhaus in der Nähe von Stykkishólmur und besuchen das Heeringsmuseum in Siglufjörður. Inzwischen prahlt Island mit seiner Farbenvielfalt. Wir sehen in einer Woche so viel, dass es fast zu viel ist, um alles zu erfassen. Während unserer langen Fahrten duch Fjorde und Steinwüsten, Schneestürme und leuchtend gelber Sonnen sitze ich am Fenster und schaue zu, wie das Wunder vorbei zieht. Ich sage nicht viel. Ich glaube meine Mutti würde gerne ein paar Geschichten hören, aber selbst wenn sie mich fragt, sind meine Antworten nur kurz.

Am Dienstag verbringe ich die Nacht in Reykjavik mit den Dudes – natürlich. Wir grillen auf dem Balkon der Gullan Villan. Ralfs, Anthony, Allan, Zuzana und Debora. Brittany ist schon weg nach Kopenhagen, before sie zurück nach Kanada fliegt. Auch Mikko ist schon abgereist. Und so verstreuen sich langsam alle. Am Mittwoch früh treffen wir uns zu einem letzten Eis in diesem irren Eisladen, wo man sich alles selber zusammenstellen kann. Meine Abschiede sind kurz und ich glaube ein bisschen kühl. Ich habe sie alle so sehr ins Herz geschlossen, aber ich weiß nicht, wie man so jemanden verabschiedet. Müsste ich nicht was Wichtiges sagen? Müsste ich nicht weinen? Es ist als ob wir uns morgen wieder sehen, im Pool oder so. Ich bin fast ein bisschen froh, als der Abschied vorbei ist und der Wohnwagen wieder rollt. Ich sitze am Fenster sitze und das Ortsausgangsschild zischt vorbei. Jetzt könnte ich heulen.

Zurück in Reykjavik treffe ich mich mit Julius und Karina aus Wien. Es ist wirklich schön sie zu sehen. Karina ist ein bisschen meine “Hauptstadtfreundin”: Mit niemand anderem war ich in mehr Hauptstädten als mit ihr. Aber selbst hier habe ich ein bisschen Wortfindungsprobleme. Ich freu mich, dass sie da sind, doch ich sage nicht viel. In meiner letzten Nacht, nur ein paar Stunden, bevor mein Flug geht bin ich in der Volta, es ist gerade die Reykjavik music mess. es ist kurz nach Mitternacht und Mammút spielen. Eine der wenigen isändischen Bands auf meiner Liste, die ich hier noch nicht getroffen habe. Es ist eine Wonne ihnen zu zusehen. Die Sängerin singt sich das Herz aus der Brust. Die Gitaristin sieht aus wie eine dunkle, geheimnisvolle Prinzessin.

Ich hol mir noch ein Sandwich bei Hlölla Bátar (Subway, kannst einpacken!) und sitze alleine in den mitternachtshellen Straßen von Reykjavik. Die Leute sind laut, betrunken und hübsch. Wie immer. Ich werde sie vermissen. Ich versuche meine Augen nicht zu schließen. Als gäbe es eine Truhe, die ich mit Bildern, Düften und Geräuschen füllen und in die ich in Deutschland einfach eintauchen könnte. Ich weine nicht. Aber der Himmel tut es.

Ich weiß nicht, was ich schreiben soll. Wie findet man Worte für eine der außergewöhnlichsten Zeiten seines Lebens? Keins will so richtig passen. Mir kommen eine Menge staubiger und ausgeleierter Sprichwörter von Herz und Zuhause und positiven Seiten in den Sinn. Aber das ist zu billig. Ich möchte so vielen Leuten Danken, wie meinen ERASMUS-dudes, dass sie in 5 Monaten zu meiner Familie geworden sind, oder Ari und Halla, dass ich nun isländische Freunde habe. Aber ich würde doch nur jemanden vergessen. Ich könnte von den Dingen erzählen, die ich vermissen werde, wie Brittanys lautes “JÁ!”, das Mädchen mit der orangenen Strickmütze und den braunen lockigen Haaren, Anthonys “Ey wazup dude?” oder die kalten Winde und goldenen Berge im Sonnenuntergang. Aber es wäre doch zu viel zum Aufschreiben. Ich frage mich was bleiben wird. Die Bilder werden ja doch irgendwann blasser und die Erinnerungen rücken immer weiter in die Ferne.

Doch bleiben wird das Gefühl neue Freunde gefunden zu haben.

Und ein neues Zu Hause.

Ps.: Zum Schluss habe ich gerade noch einen Blog gefunden. Von Sóley. Sie war ebenfalls in Island zum Austauschsemester und schreibt sehr schön. Ihrer Liste über “Du weißt, dass du in Island warst, wenn…” kann ich nur zustimmen :) http://cotton-candy-stories.blogspot.de

The silent good bye

“Don’t be sad!” he says. Ari brought me to the airport and now we are standing in the main hall. “You’ll be back on tuesday so no good bye for now.” I am leaving to Reykjavik to meet my parents. We’re going to do a round trib around iceland with a caravan. At one day we stop at Akureyri. After that we’re going back to Germany. And even when I’ll be back for a tuesday night it won’t be the same. The next week is more like a good bye tour, like a bonus and even when I don’t have to say good bye to Ari now it’s a good bye to my exchange student life in Akureyri. The plan e flies over huge mountains, rivers and clouds. I don’t know what to think. Exept: ‘That’s beautiful’.

In Reykjavik I meet with Rich and we spent a night at the KEX, inclusive the best breakfast buffet. In the evening we meet Hjördís. She shows us a nice little hot tub at the coast of Reykjavik and we go to Hafnarfjörður, a city next to Reykjavik, to meet Andrew and his grandma. We get hot chocolate and Hjördís made chocolate sandwiches with bananas. Everything is just perfect and I like them so much and anyway I don’t say much. I just enjoy beeing around them. Andrew tells from his last exam before he becomes an aviation engineer. I just listen.

The next day my parents and me meet in front of the Hallgrímskirkja. It’s a bit strange after five months but it’s nice to see them. We buy some stuff at Bónus and start to the trip. We will visit the Golden circle the same day and stay at Gullfoss for the night. Our camper has everything we need. beeds a kitchen and even a bathrooms. The road number 1 will be our home for the next week. We visit a lot places I’ve been before and a lot beautiful new ones. We take a bath in a hot river in the middle of nowhere. My brother and me climb towards a hidden waterfall. We watch seals in the glacier bay. We see the eastfjords in golden sun light. We watch Minkwhales under the rainbow. My mother get lost in a whole with yellow mud. We visit the house of the witch near Stykkishólmur and we visit the Heeringsmuseum in Siglufjörður. The colors Iceland has now are stunning. We see so much in a week that it’s almost too much to understand. During our long drives through the fjords and the rock desserts, the snow storms and the bright, golden sun I sit on the window and see the wonder passing by. I don’t say much. I think my mother would like me to tell stories but even when she asks me something my answeres are short.

On tuesday I spent the night in Akureyri, with the dudes – of course. We have barbecue on the balcony of the Gullan Villan. Ralfs, Anthony, Allan, Zuzana, Anna and Debora. Brittany left already for a trip to Copanhagen before she goes back to Canada. Mikko is in Amsterdam before he goes back to Finnland. And so they get lost. We meet for a last icecream at this crazy icecream store where you can create your own ice cup. My good byes are short and I gues not really lovely. I love them so much but I don’t know what to say. Shouldn’t I say something important? Shouldn’t I cry? I’m almost a bit glad as the good bye is over and the caravan is rolling again. I’m sitting on my windown and the town-exit-sign passes by. Now I could cry.

Back in Reykjavik I meet with Julius and our friend Karina. It is nice to see them. Karina is kind of my “capital friend”. I’ve been with her to more captitals than everyone else. But even here I have some word finding problems and just enjoy having them around. In my last night, just hours before our flight I am at the Volta again. It’s the Reykjavik music mess. It’s short after midnight and Mammút is playing. One of the few icelandic bands on my list which I haven’t seen before. They are really into it and the singer sings out her heart. The gitarist looks like a dark princess.

I get a sandwich from Hlölla Bátar (go  home Subway!) and sit alone in the midnight bright streets of Reykjavik. The people are loud, drunk and really beautiful. Like ever. I will miss them. I try to don’t close my eyes. I want to collect as much of it as possible. Like there would be battery of images, smells and sounds I could live from in Germany. I don’t cry. But the sky does.

I don’t know what to write now. How to find words for one of the most extraordinary times in your live? No one seems really fitting. A lot of dusty and cheesy phrases of home and heart and of bright sides come to my mind. But that’s to cheep. I want to thank so many people, like my ERASMUS dudes for beeing my family for 5 months or Ari and Halla for becoming real icelandic friends. But I just would forget somebody. I will miss so many things like Brittanys “JÁ”, the girl with the orange bonnet and brown curled hair, Anthonys “Ey wazzup dude?” or the cold winds and orange mountains in the sunset. But it’s too much to write it down. I’m wondering what will stay. Eventually the pictures will get paler and the memories will fade.

But the feeling will stay. The feeling that I found new friends.

And a new home.

Ps.: Take a look at the blog of Sóley. She was also exchange student in Iceland. I can just agree on her list about “How you know you’ve been to Iceland”. http://cotton-candy-stories.blogspot.de